Beim 31. Schlachtfest des MGV Eintracht Bargen an allen drei Tagen volles Festzelt
Von Rainer Ohlheiser
Helmstadt-Bargen
Ungebrochen ist die Beliebtheit des Schlachtfestes des MGV Eintracht Bargen auf dem Ingelheimer Hof. Dies zeigte auch die 31. Auflage am vergangenen Wochenende, als an allen drei Veranstaltungstagen das Zelt wieder proppevoll war. Los ging es mit einem Liederabend von befreundeten Chören. Insgesamt fünf waren da und präsentierten ihr umfangreiches Repertoire. Bargens Chorleiter Friedemann Buhl war in seiner süffisanten Art für die Anmoderationen verantwortlich und löste diese Aufgabe wie gewohnt vorzüglich. Es starteten die vereinigten Männergesangvereine aus Waldwimmersbach und Mönchzell mit Dirigent Eberhard Zimmermann. Mit dem Lied „Wir grüßen euch mit Sang und Klang“ marschierten sie in das Zelt ein. Es folgte das bekannte italienische Lied „Signore delle Cime“, welches für Gänsehautstimmung sorgte. „Irgendwo auf der Welt“ von den Comedian Harmonists, das schwedische Volkslied „Zum Tanze, da geht ein Mädel“ und „Ein Jäger längs dem Weiher ging“ waren weitere Beiträge, welche die große Bandbreite zeigten. Abwechslungsreich war auch das Programm des Männergesangvereins Asbach unter der Leitung von Kristian Kimmel. Nach dem Lied „Ein kleines Malheur“ folgte „Es gibt nur Wasser“, was zum Glück auf das Angebot in Bargen nicht zutraf, und den bekannten deutschen Schlager „Ein Bett im Kornfeld“, bei dem das Publikum kräftig mit einstimmte. Unter der Akkordeon-Begleitung von Bernd Guthörle wurde dann noch „Capitano“ geschmettert. Der MGV Schwarzach unter der Leitung von Jochen Thurn hatte zunächst „Eine nette Begegnung“ mitgebracht, welche auf witzige Weise den teilweise unnötigen Smaltalk auf die Schippe nahm. Das alte Männerchorstück „Der Spielmann“, den ironischen Song „Männer mag man eben“ und „Es lebe unser Bier“ schlossen sich an. Mit dem „Wasser vom Schwarzbach“ hatte der Chor eine heimatliche Zugabe dabei. „Musikanten“ von Gerhard Rabe, das Lied der Phudys „Alt wie ein Baum“, die beiden Höhner-Songs „Alles dreht sich im Kreis“ und „Länger“ präsentierte der Männergesangverein Helmhof mit Dirigent Volker Steiger. Beim Schlusslied des Chors „Griechischer Wein“ wirkte das fachkundige Publikum wieder sehr textsicher mit. Schließlich trat der Chor „Pure Sound“ vom Sängerbund Ittlingen auf und setzte einen regelrechten Farbtupfer – sowohl optisch als auch stimmlich. Es war nämlich der einzige gemischte Chor an diesem Abend. „A million dreams“ aus dem erfolgreichen Filmmusical „The Greatest Showman“ war der Auftakt. Es folgten „You make me feel like dancing“ von Leo Sayer, das einfühlsame „Engel“ von Rammstein sowie sehr kontrastvoll „In einem kühlen Grunde“ von Friedrich Silcher. Dann hatte der agile Dirigent Bernd Söhner zum grandiosen Abschluss mit „Mamalie“ ein südafrikanisches Lied mitgebracht und ließ nicht locker, bis alle Gäste kräftig mitsangen. Sopran, Alt, Tenor und Bass waren dabei im Einsatz. Der gebührende Applaus nach den Auftritten bei allen Chören zeigte, dass die Liederauswahl viel Gefallen gefunden hatte. „Ich bin zum ersten Mal hier. Ich muss sagen, es ist eine coole Sache bei toller Stimmung und einem ganz anderen Ambiente als sonst“ war Sängerin Maren von „Pure Sound“ aus Ittlingen voll des Lobes. Tags darauf war erneut der tosende Beifall der Beweis für die perfekten Darbietungen. Zur Chorparty waren drei Chöre gekommen. Den Auftakt machten die „Chorifeen“ aus Kirchardt unter der Leitung von Stefan Fieser. Das KI-generierte Lied „Uns gehört die Zeit“ auf den Chor selbst, „Souper Trouper“ von ABBA und „Wenn sie tanzt“ von Max Giesinger sowie „Hier kommt Alex“ von den Toten Hosen waren die gekonnten Beiträge. Als Zugabe folgten die Party-Hits „Cordula Grün“ und „Hulapalu“. Der Frauenchor „Amicanti“ aus Sulzbach unter der Leitung von Annette Beichert folgte. Nach „Sally Gardens“ aus Irland stand ein französisches Medley an und dann ging es bei „Drück die eins“ um Ratschläge am Telefon. „Bring me a little bit water, Silvie“ war der krönende Abschluss dieses Auftritts. Der gemischte Chor „Next Generation“ aus Neckarbischofsheim rundete dann die Party mit relativ bekannten Titeln hervorragend ab. Dirigiert wurde der Chor von Eberhard Zimmermann, am Klavier begleitete Wolfram Theis. „Wunder gibt es immer wieder“ von Katja Ebstein, „Only time“ von Enya, „Heute beginnt der Rest meines Lebens“ von Udo Jürgens und „Top of the world“ von den Carpenters waren die Lieder. Als Zugabe folgte der frühere Grand-Prix-Beitrag „Dschingis Khan“, wo auch das Publikum kräftig mitsang. Zum treuen Besuch auf den Ingelheimer Hof waren wie zu allen bisherigen Schlachtfesten wieder Angehörige des Sängers Bernhard Stoll aus Bad Wimpfen und Obergimpern angereist. Im Anschluss zur Chorparty wurde zu den Rock- und Popsongs von „Uwe Janssen & Band“ kräftig das Tanzbein geschwungen. Das Festzelt verwandelte sich in eine richtige Partyzone. Auch der eingerichtete Barbetrieb war stark frequentiert. Ruhiger ging es am letzten Veranstaltungstag zu. Im Festzelt wurde ein ökumenischer Gottesdienst mit dem evangelischen Pfarrer Steffen Haselbach und dem katholischen Diakon Raimund Abele gefeiert. Der Posaunenchor Flinsbach unter der Leitung von Hartmut Zimmermann sowie der evangelische Kirchenchor Asbach und der katholische Kirchenchor Bargen, dirigiert von Kristian Kimmel, gestalteten diesen mit. Am Nachmittag spielten bei nochmals hochsommerlichen Temperaturen die Helmstadter Musikanten mit zünftigen Weisen auf. Die traditionellen Schlachtfestgerichte sowie Kaffee und Kuchen hatten auch wieder genau den richtigen Geschmack getroffen.
Hier ein paar Bilder vom Freitag
sowie vom Samstag



















































































