Zum zweiten Mal veranstaltete der MGV Konkordia Balzfeld einen Chor-Grand-Prix unter der Beteiligung von vier Chören. Es herrschte eine tolle Atmosphäre bei zwangslosem Wettbewerbscharakter. Zur Einstimmung trat zunächst der Kinderchor „Die Ohrwürmer“ unter der Leitung von Edna und Felix Weber auf. Der MGV Konkordia Balzfeld unter der Leitung von Felix Weber brachte noch drei Lieder zu Gehör. Dann ging es in die Vollen. Unter der Moderation des Balzfelder Chorleiters Felix Weber präsentierten sich die Chöre mit jeweils drei Liedern. Den Auftakt machte der Cantus- und Cäcilienchor St. Leon-Rot unter der Leitung von Klaus Siefert. Dieser widmet sich auf hohem Niveau neben kirchenmusikalischer Literatur auch weltlichem Liedgut. Es folgten die Frauen des „Bellacanta Baiertal“ unter der Leitung von Tobias Freidhof. Schwungvoll und modern traten sie auf die Bühne. Im Anschluss war „Nova Cantica“ unter der Leitung von Martin Ritz an der Reihe. Dies ist ein sehr engagierter, gemischter Chor der Augustinus Pfarrei Wiesloch. Dieser Chor hatte 2024 sowohl die Liedwertung gewonnen und war auch bester Chor. Dann war der MGV Eintracht Bargen unter der Leitung von Friedemann Buhl dran. Wochenlange akribische Probearbeit an Dynamik, Rhythmus, Text und Choreogra- f ie zahlten sich aus. Der Chor präsentierte zuerst den Hit der Toten Hosen „Altes Fieber“. Das Lied „Bütz mich“ von den Bläck Föös wurde umgedichtet in Bargener Dialekt mit „Küss mi“ und gekonnt vier- stimmig vorgetragen. Ausgeklügelte Tanzeinlagen mit Solostellen im 1. Tenor taten ihr Übriges zum erfolgreichen Auftritt. „Es lebe die Freundschaft“ von Peter Maffay folgte. Dann ging es um die Wertung durch die einzelnen Chöre und dem Publikum. Am Ende hatte der MGV Eintracht Bargen mit 129 Stimmen knapp die Nase vorne. Bester Titel war „Küss mi“ mit 75 Stimmen. Die Freude war groß und sie durften mit „Küss mi“ noch einmal auftreten und brachten als Zugabe das einfühlsame „Benia Calastoria“ zu Gehör. geschrieben, R.O.

Die vorgetragenen Stücke:
Altes Fieber
Küss mi
Es lebe die Freundschaft
Bericht von der RNZ…
Bei „Küss mi“ tobte das Publikum
MGV Bargen hat Chor-Grand-Prix in Balzfeld gewonnen – Wochenlange akribische Probearbeit zahlte sich aus Von Rainer Ohlheiser
Helmstadt-Bargen/Balzfeld. Zum zweiten Mal nach 2024, als der MGV Konkordia Balzfeld sein 145-jähriges Bestehen gefeiert hatte, veranstaltete der Verein einen Chor-Grand-Prix, bei dem vier Chöre mitmachten und der MGV Bargen besonders viel Einsatz zeigte, wofür er mit dem Sieg belohnt wurde. Es herrschte eine tolle Atmosphäre bei zwanglosem Wettbewerbscharakter.
Zur Einstimmung trat zunächst der Kinderchor „Die Ohrwürmer“ unter Leitung von Edna und Felix Weber auf. Mit ihren Liedern „Wir sind die Ohrwürmer“, „Mein Pfft-Tsch-Kra-Kl-Bumm-Apparat“ und „Hüpfchen freche Früchte“ sorgten sie mit ihrer lockeren, unbekümmerten Art gleich für Begeisterung bei den Gästen im voll besetzten Saal. Vorsitzender Markus Knopf begrüßte die zahlreichen Besucherinnen und Besucher. Bevor der Wettbewerb begann, sangen die Männer von Konkordia Balzfeld unter Leitung von Felix Weber drei Lieder und zeigten dabei ihr Können.
Dann aber ging es in die Vollen. Chorleiter Weber übernahm die Moderation, in die er immer wieder kleine Pointen einfließen ließ, – und die vier Chöre sangen jeweils drei Lieder. Den Auftakt machte der Cantus- und Cäcilienchor St. Leon-Rot unter Leitung von Klaus Siefert. Der Chor wurde im Jahr 2011 gegründet und singt auf hohem Niveau außer Kirchenmusik auch weltliche Lieder. Nach dem einfühlsamen Stück „A Choral Blessing“ entführte der Chor musikalisch nach Südafrika. „Siyahamba“ lautete der Titel der geistlichen Hymne, die höchstwahrscheinlich bereits vor dem Jahr 1952 entstanden ist. Dann ging es weiter nach Kalifornien. Die Band The Regents veröffentlichte 1961 den Song „Barbara Ann“. Weltberühmt wurde dieser dann im Jahr 1965 in der Fassung der Beach Boys. Das Lied ist und bleibt ein zeitloser Kritiker der Popmusik.
Der zweite auftretende Chor waren die Frauen des „Bellacanta Baiertal“ unter Leitung von Tobias Freidhof. Schwungvoll traten die 35 Frauen auf die Bühne. Sie arbeiten regelmäßig mit einer Stimmbildnerin zusammen, um das Niveau kontinuierlich zu steigern, und waren bereits Meisterchor im Badischen Chorverband. Der Schlagerhit aus dem Jahr 1960 „Ich will keine Schokolade“ sorgte gleich zu Beginn für eine Menge Stimmung. Die deutsche Neuauflage des englischen Titels „Perculator“ von Trude Herr wurde damals ein großer Hit. Es folgte das Stück „Run“, eine emotionale Ballade, der britischen Rockband Snow Patrol. Mit viel Gefühl sangen die Frauen das Lied, sodass die Gäste teilweise Gänsehaut bekamen. „Er gehört zu mir“ von Marianne Rosenberg aus dem Jahr 1975 war der dritte Beitrag.
Im Anschluss war „Nova Cantica“ unter Leitung von Martin Ritz an der Reihe. Dies ist ein sehr engagierter, gemischter Chor der Augustinuspfarrei Wiesloch, die sich insbesondere der musikalischen Gestaltung der Liturgie in verschiedenen Kirchen verschrieben hat. Dieser Chor hatte beim ersten Grand Prix in Balzfeld die Liedwertung gewonnen und war auch bester Chor, also Titelverteidiger. „Bashana haba ah“ war das erste Lied von Ehud Manor, einem in seinem Heimatland Israel bekanntem Lyriker. Das „Benedictus“ ist aus dem katholischen Kirchenritus bekannt. Es ist der zweite Teil des Sanctus aus der Messe. Die Vater-unser-Vertonung „Baba Yetu“ in der afrikanischen Sprache Swahili aus dem Jahr 2005 schloss sich an. Alle drei Darbietungen waren regelrechte Ohrenschmäuse.
Zum Abschluss wurde der MGV Eintracht Bargen als einziger Teilnehmer des Chorverbands Elsenzgau unter Leitung von Friedemann Buhl aufgerufen. Wochenlange akribische Probearbeit an Dynamik, Rhythmus, Text und Choreografie zahlten sich aus. Ausdrucksstärke und Bühnenpräsenz des Chores liegen den Männern anscheinend im Blut. Der Chor präsentierte zuerst den im Jahr 2012 erschienenen Hit der Band „Die Toten Hosen“ „Altes Fieber“. Der Titel „Bütz mich“ von den Bläck Föös wurde umgedichtet in Bargener Dialekt mit dem Text „Küss mi“ und gekonnt vierstimmig vorgetragen. Ausgeklügelte Tanzeinlagen mit Solostellen im 1. Tenor taten ihr Übriges zum erfolgreichen Auftritt. Am Ende war der Freund, der am Bahnhof steht, und nochmals anrufen will, patschnass und seine Liebste konnte ihn sprichwörtlich gernhaben. Dieser Beitrag löste wahre Beifallsstürme im Publikum aus. „Es lebe die Freundschaft“ von Peter Maffay war das letzte Lied der Gruppe.
Dann ging es um die Wertung durch die einzelnen Chöre und das Publikum. Am Ende hatte der MGV Eintracht Bargen mit 129 Stimmen die Nase vorne, gefolgt von Bellacanta Baiertal (116), Nova Cantica (106) und Cantus & Cäcilienchor (37). Bester Titel war „Küss mi“ vom MGV Bargen (75 Stimmen) vor „Run“ (59) und „Baba yetu“ (49). Die Freude bei den Bargener Sängern war groß, und sie durften mit „Küss mi“ noch einmal auftreten und sangen als Zugabe das einfühlsame „Benia Calastoria“ aus den Trentino.
Die Kontakte zwischen dem Balzfelder Chor und dem MGV Bargen bestehen schon lange. Die Balzfelder sind auch immer beim Bargener Schlachtfest vertreten. Bei einem seiner nächsten Auftritte präsentiert sich der MGV und der Frauenprojektchor beim Open-Air-Konzert am 19. Juni im Helmstadter Rathaushof.




































