Premiere des MGV Bargen im Rathaushof Helmstadt war ein riesiger Erfolg
Helmstadt-Bargen (oh)
Als die Organisatoren des Männergesangvereins Eintracht Bargen in die Planungen für ihr Sommernachts-Open-Air einstiegen, hatten sie den richtigen Riecher. Denn am vergangenen Freitag waren die Witterungsverhältnisse auf dem Rathaushof in Helmstadt genau wie erträumt. Zum Beginn der Veranstaltung zeigte das Thermometer noch über 30 Grad an und Fächer zur Zuführung von Frischluft, falls diese überhaupt produziert werden konnte, waren an vielen Tischen zu sehen. Die Sommernacht war demzufolge nicht nur lau, sondern noch richtig warm und so war auch der Getränkeverbrauch, insbesondere von Wasser, aber auch von Aperol, entsprechend hoch. Für den Ausschank sorgte die Freiwillige Feuerwehr Helmstadt und ließ dabei keine Wünsche übrig. Zunächst trat der Männerchor alleine auf die Bühne und hatte zwei traditionelle Lieder mitgebracht. Diese waren „Ein Freund, ein guter Freund“ und „Veronika, der Lenz ist da“. Gemeinsam mit dem zum 40-jährigen Dirigentenjubiläum von Friedemann Buhl im vergangenen Jahr gegründeten Frauenchor „Frauenklang im MännerXsang“ wurde dann „An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen intoniert und bei den Refrains sangen die zahlreichen Gäste kräftig mit. Der Text war auf einem Liedblatt abgedruckt. Im zweiten der fünf Gesangsblöcke sangen die Männer in Mundart „Zieh nomol des Kleid o“ in Mundart sowie „Altes Fieber“. Die Frauen brillierten dann mit „Wunder geschehn“ von Nena. Der „Mambo“ von Herbert Grönemeyer wurde dann wieder gemeinsam vorgetragen, ehe zu „Country roads“ auch das Publikum wieder kräftig mit einstimmte. Als Chorleiter Friedemann Buhl Bürgermeister Joachim Weschbach begrüßen wollte, war dieser zunächst nicht auffindbar, wurde dann aber auf dem Rathausbalkon gesichtet. „Schaut mal alle hoch, da oben steht er wie der Papst und winkt den Leuten zu.“ Die Lacher hatte er mit diesem Ausspruch auf seiner Seite. „Thank you for the music“ von „ABBA“, von Frauen und Männern gemeinsam gesungen und dirigiert von Maria Kaltwasser, war eine eindrucksvolle Darbietung. Dann waren die Frauen mit „Junimond“ und „Wie schön bist du“, dem Titel von Sarah Connor über ihren sich in der Pubertät befindlichen Sohn, an der Reihe. Zur Auflockerung des Programmes animierte Marie Sudwischer, die Enkelin des Sängers Horst Kuhn, zum Mittanzen. Der Freestyle-Line-Dance zum Titel „Fantasy Girl“ brachte viele auf die „Tanzfläche“. U.a. übte sich auch Bürgermeister Joachim Weschbach darin und machte keine schlechte Figur. Dann war die Zeit für Soloauftritte gekommen. „Wann wird´s mal wieder richtig Sommer“ sang Chorleiter Friedemann Buhl und das Publikum agierte wieder kräftig mit. Diese Thematik hätte eine Woche zuvor, als die Temperaturen bei 15 Grad gelegen hatten, besser gepasst. Erwin Winterbauer sang „A Thing Called Love“ von Elvis Presley und Anton Pitz „Yo vendo unos ojos negros“, einen traditionellen südamerikanischen Song. „Your Song“ von Elton John war dann die nächste gekonnte Darbietung von Friedemann Buhl. Dann stand schon die letzte Runde an. „Rock me“ und „Küss mi“ waren Beiträge der Männer. Mit dem zweiten Titel hatte der MGV beim Sängerwettbewerb in Balzfeld den ersten Platz belegt. Nach „Fat Bottomed Girls“ wurde dann noch einmal gemeinsam mit „Hey Tonight“ eine Super-Stimmung in den Rathaushof gebracht. Bei der Zugabe „Marmor, Stein und Eisen bricht“ sang das Publikum noch einmal aus vollen Kehlen mit, ehe dann mit der zweiten Zugabe „Es lebe die Freundschaft“ der offizielle Teil der Veranstaltung endete. In den Pausen hatte es viel Gelegenheit gegeben, zu dem ein oder anderen netten Plausch, wovon auch reichlich Gebrauch gemacht wurde. Einige Zeit saß man in noch geselliger Runde zusammen, ehe kurz vor Mitternacht die ersten Blitze ein aufkommendes Gewitter ankündigten. In Windeseile wurden daher die Biertischgarnituren abgebaut. Die Premiere war ein voller Erfolg und so schloss Vorsitzender Steffen Emmerich nicht aus, dass es eine Fortsetzung geben wird und es in ein paar Jahren vielleicht bereits eine traditionelle Veranstaltung sein könnte.
























































