Neues Klavier zum 50-jährigen Dirigentenjubiläum

Männergesangverein Eintracht Bargen mit Spende durch Sparkasse Kraichgau bedacht

Helmstadt-Bargen (oh)

Als Abschluss des Jahres 2025, dem Jahr des 50-jährigen Dirigentenjubiläums von Friedemann Buhl, entschied sich die Vorstandschaft des MGV Eintracht Bargen, ein neues Klavier für den Proberaum der Sänger im Bargener Bürgerhaus zu beschaffen. Das neue Instrument sollte die langjährige musikalische Tätigkeit des Dirigenten wertschätzen und das in die Jahre gekommene, aber noch voll funktionsfähige vereinseigene Klavier, ersetzen. Dabei unterstützt wurde der Verein durch eine großzügige Spende der Sparkasse Kraichgau, welche Marktgebietsleiter Tim-Oliver Groß kürzlich in Form eines obligatorischen Schecks übergab. „Ich freue mich, dass wir auch weiterhin die Vereine der Region unterstützen können“ meinte er. Das bisher im Bürgerhaus für die Proben aufgestellte Klavier, welches mit dem MGV bereits vom Kindergarten und später vom alten Rathaus dorthin „gewandert“ war, wird jetzt künftig seinen Platz in der Turnhalle haben, und das alte Klavier dort ersetzen. Um dies zu ermöglichen, hat sich der Bürgerverein Bargen finanziell daran beteiligt und das MGV-Klavier übernommen, um dessen weitere Nutzung künftig allen Organisationen und Vereinen in der Turnhalle zu ermöglichen. „Schon im Jahr 1983 wurde unter Federführung des Bürgervereins, von allen örtlichen Vereinen in die Beschaffung eines Klavieres für die Turnhalle in Bargen investiert“ berichtete dessen Vorstandsmitglied Wolfgang Strauß.  Nahezu 43 Jahre hat dieses nun leider nicht mehr funktionsfähige Instrument den Vereinen, der Grundschule und vor allem dem Männergesangverein Eintracht Bargen bei Veranstaltungen gedient und kann jetzt durch das „alte“ Probeklavier des MGV ersetzt werden. Die Freude bei allen Beteiligten über diese langfristige Investition ist groß. „Wenn man im Ort miteinander spricht und dadurch zu einer gemeinsamen Lösung kommt, dann geht alles irgendwie weiter“ meinte der MGV-Vorsitzende Steffen Emmerich.

Bei der Suche nach dem „perfekten neuen Klavier“ für das Bargener Bürgerhaus wurden die Sänger beim Sinsheimer Klavierbauer Jürgen Brenner fündig, einem ehemaligen Sänger des MGV Bargen. Bei dem neuen Instrument handelt es sich um ein Klavier der unterfränkischen Traditionsfirma Seiler, welche sich seit vier Generationen der Entwicklung und dem Vertrieb von Klavieren verschrieben hat. Das Unikat aus Meisterhand hat einen hohen Qualitätsanspruch und wird die Proben unterstützen und MGV-Auftritte noch hörenswerter machen. „Für die nächsten Jahre sind wir so super aufgestellt und auch in der Halle steht jetzt wieder ein taugliches Klavier“ meinte Emmerich.

Weihnachtsfeier, 70-jährige Vereinstreue gebührend gewürdigt

Wilhelm Brenner erhielt hohe Ehrung – weihnachtliche Stimmung in Halle gezaubert

Helmstadt-Bargen (oh)

Seine Weihnachtsfeier hielt der Männergesangverein Eintracht Bargen am dritten Adventssamstag in der liebevoll dekorierten Bargener Turnhalle ab. Gänsehautgefühle lösten diesmal nicht nur die weihnachtlichen Weisen sondern eine ganz besondere Ehrung aus. Für unglaubliche 70 aktive Sängerjahre wurde Wilhelm Brenner ausgezeichnet – eine Leistung, die so außergewöhnlich ist, dass es dafür keine offiziellen Urkunden mehr gibt. Die Laudatio hielt sein langer Wegbegleiter in früheren Zeiten, der heutige Ehrenvorsitzende Helmut König. „70 Jahre ist ein beachtlicher und bedeutender Meilenstein in der Vereinsgeschichte. Heute bist du ein Hochkaräter, wie man in Insiderkreisen bei diesem Jubiläum zu sagen pflegt“ führte König aus. Im Jahr 1955 trat der Jubilar dem MGV Eintracht Bargen bei. König erwähnte die zahlreichen Ehrungen, welche Wilhelm Brenner erhalten hat, so u.a. die silberne Ehrennadel des Bädischen Sängerbundes für 25 Jahre im Rahmen des 100-jährigen Vereinsjubiläums und die goldene Ehrennadel für 40 Jahre im Jahr 1996. Aus diesem Anlass wurde er damals auch zum Ehrenmitglied ernannt. Von 1982 bis 1986 war er Stimmenvertreter im 1. Bass und übte im Anschluss 21 Jahre lang bis zum Jahr 2007 das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden aus. Der Ehrenvorsitzende führte weiter aus: „Lieber Wilhelm, dein Jubiläum mit sieben Jahrzehnten ist von Idealismus, Engagement, Verlässlichkeit und Vereinstreue geprägt. Du bist ein Vorbild unseres nahezu 145 Jahre alten Traditionsvereins. Dafür gebührt dir neben Dankbarkeit und Wertschätzung ein hohes Maß an Respekt.“ Er wünschte ihm für die Zukunft alle Gute und überreichte ihm einen Geschenkkorb. Zu seinen Ehren erhoben sich alle Anwesenden von den Plätzen. Begonnen hatte die Weihnachtsfeier mit zwei Liedbeiträgen des Chores, nämlich „Winternächte“ und „Es ist ein Ros entsprungen“. Dazwischen hatte Silke Emmerich, die Frau des Vorsitzenden, eine kleine Geschichte vom Tannenbaum mitgebracht. Mit der Jahreslosung der evangelischen Kirchengemeinde „Prüft alles und behaltet das Gute“ begann der Vorsitzende Steffen Emmerich seine Ansprache. Auch im Verein habe man im ablaufenden Jahr wieder viel unternommen. Das meiste der Abläufe habe sich bereits gut eingespielt und sind seit Jahrzehnten bestens durchdacht. „Leise rieselt der Schnee“ wurde dann obligatorisch für das Hintergrundbild auf der Leinwand gesungen, wo unter einem Schneerieseln eine frohe Weihnachten und ein guter Rutsch ins neue Jahr gewünscht wurde. Nach dem gemeinsamen Essen sprach Bürgermeister Joachim Weschbach, der erstmals in diesem Kreis weilte, ein Grußwort. „Die Zeit der Besinnung, Gemeinschaft und Dankbarkeit wird beim MGV gelebt. Er ist mehr als ein Chor, er ist ein wichtiger Bestandteil des örtlichen und kulturellen Lebens über Generationen hinweg“ meinte Weschbach. Nach dem Totengedenken ließ der Vorsitzende Steffen Emmerich das Jahr 2025 in Form von Bildern noch einmal Revue passieren. „Viel wurde geplant und nahezu alles umgesetzt“ meinte er. Der Höhepunkt sei das 50-jährige Chorjubiläum von Chorleiter Friedemann Buhl mit zwei Konzerten gewesen. Einen kleinen Ausblick auf das Jahr 2026 gab er dann noch. So wirkt der Chor u.a. beim Neujahrsempfang der Gemeinde am 23. Januar, bei der Jubelkonfirmation im März und der Open-Air-Veranstaltung am 19. Juni in Helmstadt im Rathaushof mit. Das Vier-Bargen-Treffen im Bargen bei Schaffhausen Mitte Juli, Schlachtfest und Meerrettichessen sind weitere Unternehmungen. Eine weitere Ehrung stand dann noch an. Sven Tanz erhielt diese für 20-jährige aktive Sängertätigkeit. Seit seinem Eintritt im Jahr 2005 im 2. Bass hat er u.a. das 125-jährige Jubiläum, die Jubiläumskonzerte zum 40- bzw. 50-jährigen Dirigentenjubiläum und das „Mostkrugkonzert“ miterlebt. Als Stimmführer seit 2008 und als Fahnenbegleiter seit 2012 übernimmt er weitere Verantwortung. Passend zu den vorgenommenen Ehrungen wurde mit viel Enthusiasmus das Lied „Es lebe die Freundschaft“ intoniert. Vor den beiden Abschlussliedern „Vor langer Zeit in Bethlehem“, bekannt geworden als „Mary´s boychild durch die Gruppe Boney M. und „Engel“ von Marius Müller-Westernhagen dankte der Vorsitzende Steffen Emmerich allen Helferinnen und Helfern im Hintergrund, welche zum Gelingen der Weihnachtsfeier beigetragen haben. Für Chorleiter Friedemann Buhl hatte er noch drei kleine Geschenke mitgebracht. Sie sollten einen Teil seiner Erlebnisse in seiner 50-jährigen Tätigkeit dokumentieren. Einen Gutschein der „Epfenbacher Landmetzgerei“ erhielt Buhl, da er sich mit dem damaligen Epfenbacher Dirigenten Heinz Funk in den Gesangswettbewerben immer heiße Duelle geliefert hatte. Eine der Firmen, welche beim 100-jährigen Vereinsjubiläum im Festbuch inseriert hatten und heute noch bestehen, ist die Tankstelle Schütz in Neckarbischofsheim. Emmerich hatte daher einen Tankgutschein parat. Und schließlich gab es für Buhl noch eine Flasche irischen Whisky, der ihn an die Irland-Reise im Jahr 2018 erinnern soll.

Mitreißende Aufführung von „Engel in CC“ – MGV Bargen war wieder dabei

 Was können Engel und Menschen voneinander lernen?

Um diese und weitere Fragen drehte sich das Musical „Engel in CC“, das der Chor „MobilTON“ der Lebenshilfe Eberbach auf die Beine gestellt hat. „Engel in CC“ ist ein inklusives Musical-Projekt und dadurch besonders. Die 30 Mitglieder von „MobilTON“ setzen sich aus Menschen mit und ohne Behinderung zusammen. Alle Chor-Mitglieder hatten am Musical mitgeschrieben.

Nach der erfolgreichen Premiere im April in Eberbach wurde das Werk jetzt unter Leitung von Annette Beichert in der voll besetzten Johanneskirche der Johannes-Diakonie Mosbach zum zweiten Mal aufgeführt. Über 400 Zuschauerinnen und Zuschauer erlebten, wie die Begeisterung des vielköpfigen Ensembles aus Musikern und Darstellern sie mitriss. Erneut wurden einige Lieder vom Frauenchor Amicanti aus Sulzbach, und von Männern des MGV Bargen begleitet.

Die Handlung des Musicals ist fantastisch und alltäglich zugleich: Die „CC“, die „Coole Chorgang“, streitet, und ihr Leiter hat sie nicht mehr im Griff. Die Szene wird von zwei Engeln beobachtet. Sie machen einen Ausflug zur Erde, um dem „CC“-Chef zu helfen und als Gegenleistung singen zu lernen. Letztlich zeigt der Chor den Engeln, wie man singt, wie man lacht und wie man tanzt, und verträgt sich darüber wieder, was auch den Oberengel beeindruckt. Und so steht am Ende des Musicals der Wunsch, dass die Menschen erkennen, dass Frieden und Hoffnung das Wichtigste sind. Manche Ensemble-Mitglieder konnten in Solostücken brillieren, so etwa im Lied „Seite an Seite“ von Christina Stürmer. Spätestens beim südamerikanischen Lied „Un Poquito Cantas“ waren die Zuschauer voll dabei, klatschten laut mit, und viele packte die Lust mitzutanzen. Der Erfolg war hier schon perfekt

Nach „Standing Ovations“ und der geforderten Zugabe waren sich Akteure und Zuschauende einig darüber, einen beeindruckenden Musicalauftritt erlebt, und auch voneinander gelernt zu haben. 

Ohrwürmer, Party und kulinarische Genüsse

30. Schlachtfest des MGV Eintracht Bargen hatte für alle Geschmäcker etwas im Angebot
Von Rainer Ohlheiser
Helmstadt-Bargen

Anlässlich des 30. Schlachtfestes des MGV Eintracht Bargen auf dem Ingelheimer Hof wurde auch noch einmal das 50-jährige Dirigentenjubiläum von Friedemann Buhl zünftig gefeiert. Vorsitzender Steffen Emmerich begrüßte die zahlreichen Gäste, welche sich zu diesem Jubiläums-Schlachtfest eingefunden hatten. Los ging es am ersten Veranstaltungstag mit einem Chortreffen von befreundeten Chören. Insgesamt sechs hatten ihr Zusage gegeben und präsentierten ihr umfangreiches Repertoire. Chorleiter Friedemann Buhl war in seiner süffisanten Art für die Anmoderationen verantwortlich. Es startete der Männergesangverein Unterschefflenz mit seiner Dirigentin Susanne Bender. Nach dem flotten Song „Rock me“ wurde es dann bei „Mela moja“, einem Lied aus Kroatien, ruhiger. Es folgte der internationale Popsong „You rase me up“ mit dem deutschen Text „So war mein Leben“ von Harald Juhncke. Abwechslungsreich war auch das Programm des Gesangvereins Liederkranz Adersbach unter der Leitung von Eric Grunwald. Nach der Ballade „Nur in meinem Traum“ gab es den A-Capella-Gospel „Freedom“ sowie ein irisches Lied über ein Pausenglas. Der MGV Balzfeld hatte das Silcher-Lied „In einem kühlen Grunde“, den Teddybär-Song mit einem Solo des Dirigenten Felix Weber, das schwedische Volkslied „Zum Tanze, da geht ein Mädel“ sowie das Kuckuck-Lied im Repertoire. Mit dem MGV Reichartshausen sangen sie dann noch ein klassisches Trinklied. „I sing ein Lied für di“ von Andreas Gabalier und der stimmungsvolle Titel „Übern See“ sowie „Wenn nicht jetzt, wann dann“ und „Fürstenfeld“ waren die Beiträge der Chorgemeinschaft Ehrstädt-Hasselbach unter Dirigentin Bettina Eitzenhöffer. Der MGV Reichartshausen unter Chorleiter Eric Grunwald hatte das Spiritual „Babylons falling“, den Popsong „Mir im Süden“, „Hallelu“ und den A-Capella-Beitrag „Follow me“ mitgebracht. Schließlich traten noch die Modern Voices aus Neidenstein unter dem kolumbianischen Dirigenten Carlos Trujillo auf. „Don´t stop believing“, „Hör gut zu“, „Viva la vida“ und „Westerland“ waren die Beiträge dieser Gruppierung. Die Neidensteiner hatten als Gastgeschenk noch eine überdimensional große Flasche Rotwein mitgebracht. Allen Chorleitern wurde ein Glas Honig als kleine Aufmerksamkeit überreicht. In einer kleinen Mitsingrunde traten alle Chöre noch einmal auf und präsentierten die Ohrwürmer „Mendocino“, „Cordula Grün“ und „Tausendmal berührt“. Der gebührende Applaus nach allen Auftritten zeigte, dass die Liederauswahl viel Gefallen gefunden hatte. Chorleiter Friedemann Buhl bedankte sich für diesen grandiosen Abend bei allen Beteiligten. Tags darauf waren dann die Chöre, welche Friedemann Buhl in seiner langen Schaffenszeit lange geleitet hatte, an der Reihe. Den Auftakt machte „Tonspur“ aus Epfenbach unter der Leitung von Eric Grunwald mit den Songs „I´m so excited“, „Ohne dich“, „Save tonight“ und „Westerland“. Mit den Titeln „After glow“, „Glow“ und „Wenn sie tanzt“ wussten die Harmonixen aus Mosbach unter Dirigent Philipp Mörsberger zu gefallen. Der Projektchor der ehemaligen Festdamen von früheren Jubiläen des MGV Bargen wurde auch wieder aktiv. Den Cat-Stevens-Song „Morning has broken“ und „I have a dream“ von Abba waren ihre beiden Darbietungen, geleitet von Friedemann Buhl und Maria Kaltwasser. Zusammen mit den Harmonixen sangen sie dann noch das Lied „Wie schön du bist“ von Sarah Connor und „I will follow him“ aus dem Film Sister Act. Der Männergesangverein Eintracht Bargen trat dann selbst zusammen mit den Troubadix aus Mosbach auf. „Return to sender“, „You gonna take me home tonight“ und „Benia Calstoria“ wurde intoniert. Das sogenannte Markenzeichen des Vereins, der Titel „Es lebe die Freundschaft“, der wieder inbrünstig gesungen wurde und das kameradschaftliche Verhältnis im Chor stark unterstreicht, durfte natürlich nicht fehlen. Zum Abschluss traten Tonspur, Troubadix und Harmonixen zusammen mit dem Titel „Fülle mir das letzte Glas“ auf. Auch hier war der tosende Beifall der Beweis für die perfekten Darbietungen. Auch die Tatsache, dass während der Auftritte andächtige Ruhe herrschte zeigte, dass das Publikum die musikalischen Genüsse in sich aufsog. Dazu trug auch bei, dass wie am ersten Tag auf das Bedienen während der Musikbeiträge verzichtet wurde. Dann durfte zu den Gassenhauern von Raffaele & Band kräftig das Tanzbein geschwungen werden, wovon auch intensiv Gebrauch gemacht wurde. Das Festzelt verwandelte sich in eine richtige Partyzone. Ruhiger ging es am letzten Veranstaltungstag zu. Im Festzelt wurde ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert, den Pfarrer i.R. Steffen Haselbach von der evangelischen Kirche und der katholische Diakon Raimund Abele zelebrierten. Musikalisch wurde der Gottesdienst mitgestaltet vom Posaunenchor Flinsbach unter der Leitung von Hartmut Zimmermann, dem evangelischen Kirchenchor Asbach und dem katholischen Kirchenchor Bargen, dirigiert von Kristian Kimmel. Am Nachmittag spielten noch die Helmstadter Musikanten mit zünftigen Weisen zur Unterhaltung auf. Das Zelt war an allen drei Tagen berstend voll, was zeigte, dass die richtige Auswahl getroffen worden war. Auch das Essensangebot mit den traditionellen Schlachtfestgerichten sowie Kaffee und Kuchen mundete. Auch der eingerichtete Barbetrieb war gut frequentiert. So konnten die Besucherinnen und Besucher zufrieden und mit vielen neuen Eindrücken den Nachhausweg antreten. Sie werden sicher auch beim Schlachtfest 2026 wieder am Start sein.

Jubiläumsschlachtfest

„Dä Engelhouf“ singt, tanzt und musiziert endlich wieder.

30. Auflage des MGV-Schlachtfestes mit buntem Programm –
Jubiläumsparty am Samstag

Helmstadt-Bargen (oh)

 Das traditionelle Schlachtfest des MGV Eintracht Bargen findet dieses Jahr bereits zum 30. Mal statt. Gleichzeitig soll das Schlachtfest auch der krönende Abschluss des 50jährigen Dirigentenjubiläums von Friedemann Buhl in Bargen sein.

Die Verantwortlichen haben sich für die drei Tage vom 19. – 21. September wieder einiges einfallen lassen, um die zahlreichen Gäste auf dem Ingelheimer Hof zu begeistern. Kulinarisch bleiben die Sänger ihrer traditionellen Linie treu und so wird über die gesamte Veranstaltung hinweg beste Hausmannskost geboten. Schlachtplatten, Bratwürste und Schnitzel mit Kartoffelsalat oder Sauerkraut stehen auf der Speisekarte. Dabei ist dem MGV die Zusammenarbeit mit lokalen Produzenten sehr wichtig. So erfolgt seit vielen Jahren die Aufzucht der Schweine in der Region, die Schlachtung sowie die „Verwurstelung” durch die bekannte Waibstadter Metzgerei Baumeister, und das Brot wird vor Ort durch die Familie Laible gebacken.

Musikalisch wird ein abwechslungsreiches Programm geboten.

Am Freitag, den 19.09.2025 werden ab 19:30 Uhr 6 befreundete Chöre die Veranstaltung mit einem Freundschaftssingen in lockerer Atmosphäre eröffnen. Das chorinteressierte Publikum ist hierzu herzlich eingeladen – Bewirtung beginnt bereits ab 18:00 Uhr. Der Abend kann gemütlich in der Sänger-Bar beendet werden.

Am Samstag beginnt das Schlachtplattenessen ebenfalls ab 18:00 Uhr, sodass jeder ausreichend die Möglichkeit hat, sich vor dem Höhepunkt des Abends mit Hausmacher- Spezialitäten zu stärken.

Denn ab ca. 19:30 Uhr wird die Bühne für „Friedemann`s Jubiläumsparty“ freigemacht. Zunächst werden seine ehemaligen Chöre aus Epfenbach (Tonspur), Mosbach (Harmonixen und Troubadix), sowie der speziell zu seinem Jubiläum gegründete Bargener Frauenchor (Frauenklang im MännerXsang), das Publikum gesanglich auf die anschließende Tanzparty einstimmen.

Bei freiem Eintritt sorgen dann ab 21:30 Uhr die bekannte Epfenbacher Formation „RAFFAELE & BAND“ für Tanz- und Partystimmung.

Mit bekannten internationalen Rock-, Pop- und Oldie-Hits wird auf dem „Engelhouf wieder ausgiebig getanzt und gefeiert“. Eine gut bestückte Bar rundet das Getränkeangebot an diesem Abend ab.

Traditionell beginnt der Sonntag um 10:15 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst, welcher von den Kirchenchören Bargen/Asbach und dem Posaunenchor Flinsbach umrahmt wird. Diesmal ab 13.30 Uhr werden unsere Freunde der Helmstadter Musikanten für unsere Gäste musizieren, und so die Veranstaltung musikalisch in idealer Weise abrunden.

Also bereits vormerken:

  1. – 21.09.2025 „Schlachtfest uff`m Engelhouf!”

Wieder volles Haus beim Rindfleisch- und Meerrettichessen

Das schon traditionelle Rindfleisch- und Meerrettichessen des MGV Eintracht Bargen musste im Herbst 2024 leider kurzfristig abgesagt werden.

Doch wie versprochen, wurde diese Veranstaltung zeitnah nachgeholt. Und so war es am vergangenen Samstag endlich wieder so weit. Das Küchenteam sowie die zahlreichen Helfer in der Ausgabe waren bestens auf den einsetzenden Ansturm der “Freunde des erneut butterzart gekochten Rindfleisches” vorbereitet. In der stimmungsvoll geschmückten Turnhalle in Bargen konnte der 1. Vorsitzende Steffen Emmerich schon kurz vor 17:00 Uhr die ersten Gäste begrüßen. Tags zuvor wurde bereits ab 06:00 Uhr in der Früh, jedes einzelne „Schaufelstück“ des insgesamt rund 100 kg benötigten Rindfleisches für ca. 2,5 – 3 Stunden unter Holzfeuer im Wurstkessel vom unschlagbar erfahrenen Team um Elke und Günter Nauert, sowie Uwe Brenner gekocht.

Verfeinert mit vor Ort zubereiteter Meerrettichsauce, frisch gebackenem Weißbrot und allerlei süß-sauren Beilagen, konnten die Gäste in der erneut bis auf den letzten Platz besetzten Turnhalle sodann am Samstag die nicht alltägliche Speise in vollen Zügen genießen. Für die kleine Gäste die Mama und Papa begleiteten, waren Wiener Würstchen vorbereitet. Wartezeiten gab es keine, da die Organisation akribisch und die Durchführung wie gewohnt unaufgeregt war. Nachdem die Sänger des MGV gegen 19:00 Uhr noch diverse Lieder zum Besten gebracht hatten und die letzten Portionen an die Frau bzw. Mann gebracht waren, gab es auch in diesem Jahr auf allen Seiten nur zufriedene Gesichter und üppigen Applaus für die Leistung der gesamten MGV-Mannschaft.
Die Vorstandschaft des MGV Eintracht Bargen bedankt sich herzlich bei allen Gästen aus den 3 Helmstadter Ortsteilen sowie bei vielen neuen Gesichtern aus den umliegenden Gemeinden für ihr Kommen, und natürlich bei allen Helfern für den gelungenen Abend.

Wir freuen uns bereits heute auf die Wiederholung im November 2025.

Jahreshauptversammlung 2025

„Jetzt beginnt langsam die heiße Phase“

Jubiläumskonzerte zum Dirigentenjubiläum – Vorsitzender Emmerich mit vielen Zitaten

Helmstadt-Bargen (oh)

Im Probenraum hielt der Männergesangverein Eintracht Bargen seine Generalversammlung ab. Es gab viel Gesprächsstoff wegen der anstehenden Konzerte zum 50-jährigen Chorleiterjubiläum von Friedemann Buhl. Mit dem Lied „Lustig ihr Brüder“ sorgten die 34 Sänger für einen stimmungsvollen Beginn. In seinem Totengedenken nannte Vorsitzender Steffen Emmerich die im Jahr 2024 verstorbenen ehemaligen Sänger Karl Hönig, Bernhard Kaiser und Horst Sutter. Er blickte auf das abgelaufene Jahr zurück und würdigte hierbei die gute Probenbeteiligung von ca. 60 Prozent. Im Rahmen der Sängerwerbung konnten mit Timo Gross, Peter Kegler, Jens Lex, Maximilian Licha, Rainer Mohr und Anton Pitz sechs neue Sänger gewonnen werden, wodurch die Zahl der aktiven Sänger auf 51 gestiegen sei. Emmerich rief das Grußwort von Chorleiter Buhl aus dem Jahr 1981 in Erinnerung, der damals sagte, dass aufgrund des starken Nachwuchses keine Sorgen um den Bestand bestehen würden. Diese These sei auch heute brandaktuell. Ein prägendes Ereignis sei der Sängerabschluss mit dem Chor Mobilton gewesen. Den Ausblick auf das Jahr 2025 überschrieb Emmerich mit der Jahreslosung der evangelischen Kirche „Prüft alles und behaltet das Gute“. Das gelte auch für die Zusammenarbeit in der Vorstandschaft und im gesamten Verein, wo ein stets guter Austausch bestehe. Bei den Terminen 2025 stechen vor allem das Meerrettichessen am 01.02., das Probenwochenende am 28./29.03, die beiden Konzerte am 16./17.05. und das Schlachtfest auf dem Ingelheimer Hof vom 19. – 21.09 heraus. Der Vorsitzende gab bekannt, dass neue, einheitliche T-Shirts beschafft werden. Mit dem Slogan „Gemeinschaft ist das größte Pfund, das wir haben“ und dem Spruch des ehemaligen Vorsitzenden Helmut König „Haltet die Eintracht hoch und lasst der Zwietracht keine Chance“ schloss er seine Rede. In einem ausführlichen Rückblick ging Schriftführer Uwe Brenner detailliert auf die einzelnen Veranstaltungen im Jahr 2024 ein. Kassier Günther Nauert berichtete von einer guten finanziellen Lage und Kassenprüfer Felix Günther attestierte ihm eine einwandfreie Kassenführung. Chorleiter Friedemann Buhl blickte noch einmal kurz auf die Chorparty in Neckarbischofsheim zurück, wo u.a. der Imagefilm für die Sängerwerbung gedreht wurde sowie auf den Gastauftritt in einem kleinen Zelt in Sinsheim-Eschelbach. Das Schlachtfest mit dem „Abend der Chöre“ sei wieder ein voller Erfolg gewesen. „Jetzt beginnt die heiße Phase für unsere beiden Konzerte. Hierfür ist ein starker Probenbesuch notwendig. Unsere Stärke ist es, auf der Bühne etwas rüberbringen zu können, da wir mit Herzblut singen“ erläuterte er. Es solle dort keinen geschichtlichen Abriss geben, sondern der Chor solle sich zeigen, wie er ist und in die Zukunft gehen kann. Buhl ging auf das Probenwochenende am 28./29. März ein, wo bei vier Chorproben das ganze Programm einstudiert werden könne. „Schlag auf Schlag wird es sich jetzt steigern und ich bin gespannt auf die weitere Entwicklung“ meinte Buhl. „Es lebe die Freundschaft“ wurde am Ende noch inbrünstig gesungen.

Auf dem Bild:

Vier der sechs bei der Sängerwerbung angeworbenen neuen Sänger, v.l.n.r.

    1. Vorsitzender Markus Hößl, Rainer Mohr, Anton Pitz, Peter Kegler, Timo Groß,
      1. Vorsitzender Steffen Emmerich

Beim Freundschaftssingen bebte das Zelt

29. Schlachtfest des MGV Bargen – ausgelassene Stimmung auf dem „Engelhouf“

Helmstadt-Bargen

Von Rainer Ohlheiser

Zum 29. Mal hatte der Männergesangverein Eintracht Bargen zu seinem Schlachtfest auf den Ingelheimer Hof eingeladen. Und es konnte zum zweiten Mal in Folge nach einer zuvor coronabdingten vierjährigen Durststrecke, als nur „to-go-Veranstaltungen“ möglich waren, erneut in gewohnter Form in Präsenz gefeiert werden. Zum Auftakt fand wieder ein Freundschaftssingen statt. Fünf befreundete Chöre hatten sich zu einem musikalischen Stelldichein in dem proppevollen Festzelt eingefunden. Die Aufmerksamkeit für jeden einzelnen davon war hundertprozentig gegeben, da während der Auftritte die Bewirtung entsprechend eingestellt wurde. Den Anfang machte die Chorgemeinschaft Obergimpern/Rohrbach und Steinsfurt unter Dirgigent Alexander Losert. Am Klavier begleitete der ehemalige Bezirkskantor Werner Freiberger. „Auf das Leben“, „Freunde“ von Tom Astor und „Fürstenfeld“ waren die drei Beiträge. Der gemischte Popchor „United Voices“ aus Siegelsbach und Hüffenhardt unter dem Siegelsbacher Dirigenten Tino Lauber war dann an der Reihe. Das klangvolle Abendlied „Evening rise“, „Take me home, Country roads“ und „Aber dich gibt´s nur einmal für mich“ wurden zum Besten gegeben. Unter dem Dirigenten Philipp Mörsberger sang der MGV Robern vom „Teddybär“, vom „Hasen und Jäger“, wobei hier der Jäger danebenschoss und der Hase sich wieder aufrappelte sowie das „Badnerlied“. Hier schmetterten alle Anwesenden, wie auch bei einigen anderen Liedern kräftig mit. Tino Lauber trat dann nochmals als Chorleiter nach vorne, denn er dirigiert auch den MGV Sulzbach. „Hello Mary Lou“, „Das Wandern ist des Müllers Lust“ nach dem Satz von Matthias Rückert und „Major Tom“ wurden präsentiert. Vor allem der Song von Peter Schilling, der momentan in allen Fußballstadien rauf unter runter läuft, fand großen Anklang und das ganze Zelt war dann völlig losgelöst. Auch für Dirigent Philipp Mörsberger gab es noch einen zweiten Auftritt, denn er ist auch Chorleiter bei den „Troubadix“ aus Mosbach. „Fat Bottomed Girls“ von Queen nach dem Arrangement des Bargener Chorleiters Friedemann Buhl wurde genauso gesungen wie „Weit, weit weg“ von Hubert von Goisern, „So soll es sein, so soll es bleiben“ und „Homeless“, ein Stück eines afrikanischen Männerchors. In dem Chor Ladysmith Mombazu hatte auch schon Paul Simon mitgesungen. Dirigent Mörsberger machte den Vorsänger in Zulu-Sprache. Dann rief er seinen anderen Chor, den MGV Robern, nach vorne. Alle waren aufgerufen, bei dem bekannten Trinklied „Aus der Traube in die Tonne“ mitzusingen, was einen gewaltigen Chor darstellte. Alle waren ergriffen bei der Zugabe, dem über 100 Jahre alten Lied „Am kühlenden Morgen“ mit den imposanten Klängen von Pianissimo bis Fortissimo. Allseits wurde von einem tollen, beeindruckenden Klangerlebnis gesprochen. Am Tag darauf wurde die Bühne für das „SMILE DUO“ freigegeben. Bei freiem Eintritt sorgten die in der Region bekannten Musik-Größen Michael Siffling aus Steinsfurt (Atlanta) und der Helmstadter Uwe Schieck (Smile) für Stimmung. Mit bekannten Rock- und Popsongs sowie Oldies wurde auf dem „Engelhouf“ wieder getanzt und der Abend weckte viele Erinnerungen. So erklangen z.B. die bekannten Songs „Sempre, sempre“ und „Hello Again“ und animierten zum Mitsingen. Leider war an diesem Tag das Zelt nur spärlich gefüllt, was sicher auch den vielen Veranstaltungen geschuldet waren, die in den Nachbargemeinden stattfanden. „Trotzdem müssen wir uns überlegen, wie wir künftig den Samstag gestalten werden“ meinte der I. Vorsitzende Steffen Emmerich nachdenklich.  Traditionell begann der Sonntag mit einem ökumenischen Gottesdienst. Der Posaunenchor Flinsbach und Asbach unter der Leitung von Michaela Haag sowie die ökumenischen Kirchenchöre aus Bargen und Asbach unter der Leitung von Kristian Kimmel bzw. Maria Kaltwasser gestalteten den Gottesdienst musikalisch mit. Der evangelische Pfarrer Armin Bauer und der katholische Diakon Raimund Abele feierten zusammen den Gottesdienst zum Herbstbeginn als kleines Erntedankfest. In seiner Predigt ging Pfarrer Bauer auf einen Text aus dem Markusevangelium ein. Hierbei stellt Jesus die Frage: „Für wen haltet ihr mich?“ Simon Petrus trifft den Nagel auf den Kopf und bezeichnet ihn als den Christus, eigentlich eine Antwort wie aus dem Lehrbuch. Doch Jesus wies ihn zurück und belehrte die Jünger damit, dass er vieles erleiden muss, getötet wird und nach drei Tagen wiederaufersteht. Dem Leiden würden wir gerne ausweichen. So werde z.B. bei Krankenbesuchen das Leiden und Sterben bewusst ausgeklammert. Am Leiden aber kämen wir manchmal nicht vorbei, doch wichtig sei, dass wir damit nicht alleine sind.  Um die Mittagszeit spielten noch die Helmstadter Musikanten zur Unterhaltung auf. Das Zelt war bis auf den letzten Platz gefüllt und dazu bestanden im Außenbereich noch weitere Sitzgelegenheiten. Dann gehörten die drei Tage, an denen für alle Geschmäcker etwas geboten wurde, auch bereits wieder der Vergangenheit an. Nicht unerwähnt bleiben dürfen natürlich auch die köstlichen Hausmannsspeisen (Hausmacher Schlachtplatte, Schnitzel und Bratwürste), die allen sichtlich mundeten. Alle, die den Weg auf den Ingelheimer Hof angetreten hatten, werden dies nicht bereut haben und sind sicher im nächsten Jahr wieder mit dabei.