Chorgesang, Rockabend und Volksmusik

22. Schlachtfest des MGV Bargen auf dem Ingelheimer Hof bot für alle etwas

Helmstadt-Bargen (oh)

Drei Tage lange feierte der Männergesangverein Eintracht Bargen sein Schlachtfest auf dem Ingelheimer Hof. Und das bereits zum 22. Mal. Und zu dem Schnapszahlen-Jubiläum hatten sich die Verantwortlichen so einiges einfallen lassen. Es war wieder kein Schlachtfest im herkömmlichen Sinne, wo lediglich Schlachtplatten, Schnitzel und Bratwürste über die Theke gehen – nein, auch in kultureller Hinsicht war mit verschiedenen Musikdarbietungen viel geboten. Ein volles Haus gab es bereits am Freitagabend, als sich die Männerchöre aus Ittlingen, Waibstadt und Reichartshausen sowie die gemischten Chöre aus Adersbach und Siegelsbach/Hüffenhardt (Chorprojekt) ein Stelldichein gaben. Die Chormitglieder erschienen alle pünktlich und konnten zunächst die Schlachtfest-Speisen genießen. Dann zeigten sie Ausschnitte aus ihrem vielfältigen Repertoire. Während der Liedvorträge wurde nicht bedient, so dass eine einwandfreie Konzertatmosphäre herrschte. Viele neue Gäste sind erschienen und haben bereits bekundet, auch im nächsten Jahr wieder mit dabei zu sein. Den Abschluss machte der Seniorenchor aus Waibstadt, der mit diversen Schlagern zum Mitsingen animierte und dadurch die Stimmung auf den Siedepunkt brachte.

Etwas ganz Besonderes war für den Samstagabend angesagt – und das sollte es auch werden. Die ehemaligen „Rovers“ hatten im vergangenen Jahr beim 70. Geburtstag des Chorleiters des MGV Bargen Friedemann Buhl gespielt. Seitdem haben sie sich immer wieder in loser Folge zu Proben getroffen und waren somit fit für dieses Konzert. Die Gruppe besteht aus Friedemann „Fred“ Buhl (Klavier, Orgel, Gesang), Manfred „Mannes“ Schmidt (Gitarre, Gesang), Karlheinz „Kalle“ Hambrecht (Schlagzeug, Gesang), Gerhard „Gerd“ Wachno (E-Bass) und Ludwig „Lui“ Rauschdorf (Gitarrre, Saxophon). Als „Special Guest“ trat Gunter Lepp aus Spielberg auf und wusste vor allem mit seiner Joe-Cocker-Imitation zu gefallen. Ein großes Repertoire wurde mit der früheren Routine gekonnt vorgetragen und die Tanzfläche füllte sich zusehends. U.a. gab es „Pretty Woman“, „Black is black“ und „Sweet Home Alabama“ zu hören, aber auch langsame Stücke zum Träumen wie „Tequila Sunrise“ oder auch neuere Lieder wie „Es geht mir gut.“ Zusammen mit dem MGV Eintracht Bargen wurden „Country roads“ und „Quantanamera“ gesungen, was sehr gut ankam. Viele Besucher, die früher ins Gasthaus „Rössle“ nach Obergimpern gekommen waren oder an anderen Auftrittsorten der Band mit dabei waren ließen es sich nicht entgehen, ihre früheren Idole wieder einmal live zu erleben. Das für Mitternacht geplante Ende der Veranstaltung wurde auf 1.30 Uhr ausgedehnt.

Am Sonntagmorgen stand wieder ein ökumenischer Gottesdienst an, welcher vom Katholischen Kirchenchor Bargen und dem Posaunenchor Flinsbach musikalisch mitgestaltet wurde. In der Predigt von Lektor Wolfgang Schieck ging es um die Ansprache an Gott in Form von Liedern. Seit über 50 Jahren besteht eine Freundschaft zwischen dem MGV Eintracht Bargen und dem Musikverein Bargen bei Engen im Hegau am Bodensee. Über 50 Jahre dauert die Freundschaft, die sich aus den Vier-Bargen-Treffen ergeben hat, bereits an. Die herzlichen Umarmungen zur Begrüßung dokumentierten das gute Verhältnis. Eineinhalb Stunden spielte der Musikverein mit volkstümlichen Weisen zur Unterhaltung im Festzelt auf und rundete damit das musikalische Programm ab, das für alle etwas geboten hatte.

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