Gedenken an die verstorbenen Sänger

Festgottesdienst zum 140-jährigen Bestehen des Männergesangvereins Eintracht Bargen

Helmstadt-Bargen (oh)

Viele geplante Veranstaltungen anlässlich des 140-jährigen Bestehens des Männergesangvereins Eintracht Bargen mussten leider coronabedingt abgesagt werden. So waren jetzt alle froh, dass wenigstens der Jubiläumsgottesdienst in der evangelischen Kirche stattfinden konnte. Kurzfristig sprang Pfarrer i.R. Steffen Haselbach hierfür ein, da Pfarrerin Sandra Stadler-Uibelhör schwanger ist und ein sofortiges Berufsverbot erhalten hat. Der MGV selbst beteiligte sich mit insgesamt vier Liedern an dem Gottesdienst. Die Sänger standen dabei coronakonform in zwei Metern Abstand und füllten die gesamte Empore auf beiden Seiten aus. Das Lied „Heimat“ ging gleich mit der inbrünstigen Darbietung unter die Haut. Vorsitzender Steffen Emmerich erwähnte, dass es der erste Auftritt seit 18 Monaten sei und hierfür nur eine Probe stattgefunden habe. Psalm 96 „Singet dem Herrn ein neues Lied“ passte dann perfekt in das Votum. In seiner Ansprache ging Pfarrer i.R. Steffen Haselbach auf zwei Lieder ein, die ihm zur momentanen Situation eingefallen sind. Zunächst erwähnte er „Atemlos durch die Nacht“ von Helene Fischer. „Atemlos geht es durch die Straßen und Clubs, alles ist perfekt. Von einem Event geht es zum anderen, so ist das allgegenwärtige Lebensgefühl. Wir sind durch Facebook, Twitter, Instagram ständig auf dem neuesten Stand der Dinge und immer erreichbar. Wie völlig anders ist das Lebensgefühl durch Corona allerdings in den letzten eineinhalb Jahren“ meinte er. Die zurückliegende Zeit des Ausgebremstwerdens habe vielleicht einiges bewusstgemacht. Und hier führte er das zweite Lied „Herr, deine Liebe ist wie Gras und Ufer“ an. Es gehe hier um den Atem des Lebens, die Freiheit von der Atemlosigkeit. Tief durchatmen sei ab und zu wichtig. Der Atem sei das Geschenk Gottes. Gott lade zum Durchatmen und frei sein ein. Nach dem Liedvortrag des MGV „Die Rose“ wurde der verstorbenen passiven Mitglieder seit Ausbruch der Pandemie und der verstorbenen aktiven Sänger seit dem letzten Jubiläum im Jahr 2006 gedacht. Pfarrer i.R. Steffen Haselbach entzündete hierzu für jeden Genannten eine Kerze. Bei den Sängern waren dies Horst Aldinger, Georg Arnold, Klaus Baumgarnter, Herbert Brenner, Berthold Edelmann, Walter Friedrich, Hans Hess, Heinrich Joh, Martin Kaltwasser, Robert Laible, Heinrich Maßholder, Franz Peregovich, Gerhard Scheuermann, Wilfried Schmitt, Wilhelm Schmitt, Hartmut Thimmig und Erich Ullrich. Mit dem Lied „Oimol sehn mir uns wieder“ von Andreas Gabalier, gesungen im Bargener Dialekt, wurde, verbunden mit vielen schönen Erinnerungen, der verstorbenen Sänger gedacht. Im Fürbittengebet wünschten sich einige Sänger, dass bald wieder Normalität bei Proben und Auftritten einkehre, der Chor lange fortbestehe und dass die verstorbenen Sänger nicht vergessen werden. Nach dem Liedvortrag „Herr, deine Güte“ wurde auf dem Friedhof noch einmal „Die Rose“ intoniert und am Grab der genannten verstorbenen Sänger jeweils eine Rose abgelegt.

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